Gebäude fotografieren
Beispiele für spannende Gebäude-Fotografien

Grundlegendes in der Fotografie wiederholt sich in allen Bereichen. Egal ob Landschafts-, Menschen-, Tier-, Natur-, Himmel- oder Makroaufnahmen, ein gutes Foto befolgt grundsätzliche Regeln. Und die gelten auch für das Fotografieren von Gebäuden.
Der Bildausschnitt entscheidet über Spannung oder Langeweile. Gute Ausschnitte zeichnen sich durch besondere Perspektiven aus, die man normalerweise so nicht wahrnimmt. Und durch eine spannende Bildaufteilung. Immer ein guter Tipp ist es, die Regel des goldenen Schnitts zu verwenden. Wer das nochmal genauer nachlesen möchte, kann das jederzeit bei Wikipedia tun. Proportionen, die im goldenen Schnitt geteilt sind, werden vom menschlichen Auge als ästhetisch wahrgenommen.
Wichtig sind auch Kontraste. Z.B. glatte Flächen zu strukturierten, weiche zu harten Bereichen, hell zu dunkel, große zu kleinen Flächen, farbige zu monochromen usw.
Dieses Bild des Warschauer Busbahnhofs lebt von seiner tollen Perspektive und gelungenen Kontrasten. Die Diagonale des Dachs gibt zunächst eine Dynamik vor. Die glatten technischen Formen des Bauwerks heben sich hervorragend vom weich strukturierten Himmel ab.
Das schmale Hochhaus im Hintergrund steht im Kontrast zum breiten Flachen Gebäude im Vordergrund. Die Hell-Dunkel-Kontraste sind stimmungsvoll ausgeprägt. Außerdem setzt die blaue Werbewand einen schönen Gegensatz zum ansonsten grau-monochromen Bild. Natürlich war für dieses Foto ein Weitwinkelobjektiv nötig.

Dieses Bild lebt ebenfalls vom Gegensatz zwischen viel Graufläche zu wenigen Farbakzenten. Die Hochhäuser links stehen nahezu perfekt im goldenen Schnitt. Ebenfalls gelungen ist der 1/3 zu 2/3 Flächenkontrast zwischen Himmel und Stadt. Die beiden Fotografien zeigen, dass gerade auch bei schlechterem Wetter gute Aufnahmen entstehen können. Alles ist nur eine Frage dessen, was der Fotograf daraus zu machen weiß.
